Jahresbericht 2008

2008 war das Jahr vieler Begegnungen. Wir haben in Ingelheim Gäste aus allen Partnerstädten empfangen – haben langjährige Freundschaften gepflegt und neue geschlossen. Ich danke allen, die in diesem Jahr Gäste betreut haben für Ihre Gastfreundschaft. Zahlreiche Begegnungen erfordern intensive Vorbereitung – so traf sich der Vorstand siebenmal. Auf einer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung im April gab es bei der Vorstandswahl Veränderungen. Kai Hußmann kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender (er bleibt aber dem Vorstand als Beisitzer erhalten). Seine Nachfolgerin wurde Regina Matczak, neuer Schatzmeister wurde Volkmar Fischer. 
Zum Ostermarkt 2008 kam erneut die sympathische Korbflechterfamilie aus Neisse, die in Ingelheim viele Freunde gewonnen hat. Cécile Léger aus Autun brachte burgundischen Rotwein, Ziegenkäse, Schinken und Honig aus dem Morvan und Philippe Labondes Entenspezialitäten. Sogar aus Wiesbaden kamen, wie in den vergangenen Jahren, Besucher, um burgundische Leckereien zu kaufen.
Anlässlich der Einweihung der renovierten Jadwiga-Bastion weilten sieben Kfz –Mechatroniker-Azubis der Berufsbildenden Schule Ingelheim im Mai in Neisse, begleitet von Regina Matczak, Christa Hinz, Bernd Velten und dem stellvertretenden Leiter der BBS – Frank Wiß. Kurz vorher hatten fünf Mechatroniker einer Berufsbildenden Schule aus Neisse die Ingelheimer BBS besucht. Ich freue mich sehr, dass beide Schulen das interessante Projekt ausbauen möchten. Eine zweite Neisser Schule hat Kontakt mit unserer Integrierten Gesamtschule aufgenommen – es ist sehr erfreulich, dass jetzt auch Jugendliche aus Neisse und Ingelheim zueinander finden.
Zum traditionellen 3er-Treffen kamen unsere Freunde aus Autun und aus Stevenage am 29.Mai nach Ingelheim – Simon Speller erneut per Fahrrad. Ein gelungener Ausflug nach Worms, der Besuch der Landesgartenschau, ein fulminanter Gala-Abend in der Ober-Ingelheimer Turnhalle, der alle wegen der tollen Stimmung und nicht zuletzt wegen des guten Essens begeisterte und das gemütliche Grillen in der Alten Ziegelei in Mainz-Bretzenheim bleiben in guter Erinnerung. Alle freuen sich bereits jetzt auf das 3er-Treffen im Mai 2009 in Autun. 
Anfang Juni begrüßten wir dreizehn Freunde aus San Pietro, die alle - mit zwei Ausnahmen - leider in einem Hotel wohnen wollten. Höhepunkt dieser Begegnung war die gemeinsame Schifffahrt bei der Veranstaltung „Rhein im Feuerzauber“. Die Binger Gartenschau erfreute ebenso wie der Besuch von Trier. 
Anfang August kamen 30 Teenager aus Neisse zum 4. Showtanz Openair an der Burgkirche und leisteten ihren Beitrag dazu, dass „die Burg bebte“. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatten Jugendliche aus Polen den Weg nach Ingelheim gefunden. Verständigungsprobleme gab es kaum – man sprach Englisch. 
Zum vierten Mal in Folge trafen sich 45 Jugendliche unter dem Motto „3 towns – 1 vision“ diesmal in Lee Valley in der Nähe von Stevenage. Ein Aufenthalt in London und der Besuch von Stevenage, wo die Jugendlichen von Bürgermeister Cllr. Mick Patston empfangen wurden, standen auf dem Programm. In Stevenage war die Freude groß, als ehemalige Teilnehmer der Jugendbegegnung auftauchten. Diesmal war der Kontakt besonders zu den Ingelheimern sehr schnell geschlossen – lag es daran, dass in der Autuner Gruppe einige recht attraktive Jungen waren? Die Jugendlichen hatten nicht nur viel Spaß miteinander, sondern sie begeisterten uns Betreuer durch ihr Interesse, ihre Aufgeschlossenheit und ihr freundliches Miteinander. Für Inge Reinholdt und mich ist dieses Treffen immer eine reine Freude – so dass wir die Arbeit gerne auf uns nehmen, das Treffen 2009 in der Binger Jugendherberge vorzubereiten. 
Ende August begrüßten wir eine große Reisegruppe aus Neisse. Zum Zeichen des Dankes hatten die Freunde aus Polen eine knapp zweieinhalb Meter hohe Skulptur aus Holz mitgebracht; sie stellt die heilige Agnes, die Schutzpatronin der Neisser Jakobi- und Agneskirche dar. Regina Stajak – sie arbeitet in der Neisser Stadtverwaltung in der Steuerabteilung – blieb noch eine Woche und absolvierte ein Praktikum in der Ingelheimer Stadtverwaltung. Regina ist unsere Ansprechpartnerin, deren Deutschkenntnisse für uns eine große Hilfe sind. 
Musik verbindet Europas Völker. Zum zweiten Mal organisierte die Musikschule Ingelheim eine Europäische Orchesterwoche mit Jugendlichen aus unseren Partnerstädten. Diesmal war es uns gelungen, auch junge Musiker aus Stevenage zur Teilnahme zu gewinnen. Leider kam niemand aus San Pietro. Eigens zum Konzert kam Cllr. Howard Burrell aus Stevenage – er hatte den Auftrag zu prüfen, ob eine ähnliche Veranstaltung in Stevenage machbar ist. Dank seiner Hilfe ist ein Kontakt zwischen der Nobel School in Stevenage und dem Sebastian-Münster-Gymnasium entstanden. 
Es wäre sehr erfreulich, wenn sich hier eine neue Schulpartnerschaft entwickeln würde. Wie im Fall der beiden Neisser Schulen konnte unser Verein wesentliche Hilfe leisten. 
Zum Weihnachtsmarkt in der Alten Markthalle kamen aus Neisse vier Damen und brachten wunderschöne Gobelins - am Stand zeigten sie Interessenten, wie diese hergestellt werden. 
Am Autuner Stand fanden Genießer Leckereien wie die bekannten Entenspezialitäten von Philippe Labonde, Ziegenkäse, herrliche Konfitüren, Honig aus dem Morvan und erlesene Backwaren eines jungen Autuner Konditors. Wie immer durften Rot- und Weißweine aus Couches nicht fehlen. 
Am 3. Advent waren Willibald Rixner und ich zum Weihnachtsmarkt in Autun. Wir brachten Weihnachtsstollen, Weihnachtsplätzchen und Ingelheimer Wein. Genau wie im letzten Jahr genossen die französischen Freunde würziges Gebäck wie Lebkuchen und Zimtsterne; besonders gefragt war wieder der Gewürztraminer.